Zu einem Rundgang durch die Altstadt von Dresden gehört natürlich auch ein Besuch der Brühlschen Terrasse. Die Terrasse ist um die 500 Meter lang und führt von der Augustusbrücke 57 bis zur Carolabrücke. Von dieser schönen, auch "Balkon Europas" genannten Flaniermeile am Ufer der Elbe eröffnet sich ein fantastischer Blick auf die umliegenden prunkvollen Bauwerke wie die Hochschule für Bildende Künste, das Sächsische Ständehaus und das Albertinum 35. Zudem starten von der Brühlschen Terrasse auch etliche der Elbe-Bootstouren.
Die Brühlsche Terrasse ist ideal für kurze Spaziergänge geeignet. Während den Sommertagen sind die zahlreichen Straßencafés gut besucht, da sich von ihnen aus das bunte Treiben von Passanten, Touristen und Straßenkünstlern beobachten lässt.
Die Wurzeln der heute so beliebten Terrasse liegen im 16. Jahrhundert: Damals gehörte sie zu den Dresdner Befestigungsanlagen und hatte somit auch eine militärische Bedeutung. Der Name der Terrasse geht auf Heinrich Graf von Brühl zurück. Dieser sächsische Premierminister beauftragte den Baumeister Johann Christoph Knöffel mit der Konstruktion der so genannten "Brühlschen Herrlichkeiten". Dieser Gebäudekomplex beinhaltete eine Galerie, die Bibliothek, Belvedere, das Palais sowie eine Gartenanlage und wurde im 19. Jahrhundert zugunsten der heutigen Bebauung abgerissen. Als Nebeneffekt dieser umfangreichen Bauarbeiten verlor die Brühlsche Terrasse jegliche militärische Relevanz. Die Terrasse wurde der Öffentlichkeit erst nach der Völkerschlacht von Leipzig anno 1814 zugänglich gemacht und der Architekt Gottlob Friedrich Thormeyer realisierte die auch heute noch beliebte Freitreppe in der Nähe der Hofkirche 19. Das unterhalb der Terrasse direkt an der Elbe verlaufende Terrassenufer entstand anno 1820.
 | | Wunderschöne und entspannende Grünanlage: Der Brühlsche Garten |  |
|  | | Die Brühlsche Terrasse ist rund 500 Meter lang |  |
|  | | Die Sandsteinkuppel der Frauenkirche und die "Zitronenpresse" |  |
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An der nur 500 Meter langen Brühlschen Terrasse stehen zahlreiche historisch relevante und interessante Bauwerke: Im Westen der Straße lädt die breite Freitreppe zu einer Verschnaufpause ein. In der unmittelbaren Nähe des Aufgangs prägt das im Jahr 1900 errichtete Sächsische Ständehaus die städtische Silhouette. Um Platz für die Errichtung des heute als Sitz des hiesigen Oberlandesgerichtes genutzten Gebäudes zu schaffen, riss man das Palais Brühl sowie das Fürstenbergsche Haus ab.
Das Sekundogenitur 31 ist das Nachbargebäude des Ständehauses und wirkt durch die im Rokoko-Stil gehaltene Fassade gegenüber den mächtigen Bauwerken sehr zierlich und leicht. Das zweistöckige Haus dient heute als Café und Weinrestaurant des Dresdner Hilton-Hotels. Nach dem Durchgang zur Kneipenmeile Münzgasse beeindruckt die mächtige Hochschule für Bildende Künste, für deren Bau anno 1897 die Brühlsche Galerie weichen musste. Aufgrund der charakteristischen gläsernen Kuppel ist die Hochschule auch als "Zitronenpresse" bekannt.
 | | Der "Balkon Europas" ist eine beliebte Flaniermeile |  |
|  | | Das Albertinum diente einst als Zeughaus |  |
|  | | Startpunkt für Elbrundfahrten auf Schaufelraddampfern |  |
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 | | Auf der Brühlschen Terrasse stehen detailreiche Statuen |  |
|  | | Die Wurzeln der Terrasse liegen im 16. Jahrhundert |  |
|  | | Der reich verzierte Delphinbrunnen im Brühlschen Garten |  |
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Nach der Kunstakademie 32 liegt das Albertinum 35 am östlichen Ende der Brühlschen Terrasse. Das Gebäude diente einst als Zeughaus und soll nach umfassenden Umbauarbeiten ab 2010 der Skulpturensammlung sowie der Galerie Neue Meister der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden den passenden Rahmen bieten. Ein beliebter Touristenmagnet ist auch der ehemalige Brühlsche Garten mit dem hübschen Delfinbrunnen sowie einem modernen Caspar-David-Friedich-Denkmal.
Die Brühlsche Terrasse ist wegen ihrer exponierten Lage ein beliebter Treffpunkt für Reisende aus aller Welt und erhielt aus diesem Grund den hübschen Beinamen "Balkon Europas". Zudem ranken sich zwei Legenden um die Terrasse: So entdeckt man bei genauer Betrachtung des Geländers der Terrasse in Höhe des Denkmals für Johann Friedrich Böttger einen Fingerabdruck von August dem Starken. Angeblich soll der König den Abdruck allein durch seine unsagbaren Kräfte gemacht haben.
Ab und zu kommt eine weiß gekleidete Frau aus dem Brühlschen Palast gelaufen, schwingt sich übers Geländer der Terrasse und springt in die Fluten der Elbe. Diese mysteriöse Gestalt ist die Geliebte des Grafen Brühl - Sie nahm sich an jener Stelle das Leben und findet keine Ruhe.
 | | Modernes Denkmal für Caspar David Friedrich |  |
|  | | Futuristisch. Die Neue Synagoge |  |
|  | | Dresdner Kneipenmeile. Die Münzgasse |  |
|  | | Die Sekundogenit. beherbergt ein Café |  |
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